Geschichte
Die Jugendarbeit in St. Johannis beginnt im Jahr des Kirchbaus, nämlich 1960. Pastor Meinberg verabredet sich mit 54 Jungen in der halbfertigen Kirche, um in zwei Gruppen eine Radtour durchzuführen. Schon wenige Wochen später begibt man sich in ein Zeltlager nach Nettelkamp und organisiert eine große Wanderung über Hösseringen und Unterlüß bis nach Hermannsburg. Betrachtet man dieses Programm, dann ist deutlich, dass in der beginnenden Jugendarbeit der Geist der christlichen Pfadfinder wehte.
Und am Ende des Jahres 1960 noch ein weiteres Ereignis, an das sich noch viele alte Sternbewohner erinnern können. Die 4 Glocken für den Kirchturm wurden in einer feierlichen Prozession vom Güterbahnhof in den Hagenskamp gebracht. Die Jugendlichen mit dabei an leitender Stelle. Nein, getragen haben sie die Glocken nicht, wohl aber sind sie dem Zug mit Fahnen und Fackeln vorweggegangen.
Aus heutiger Sicht mutet das etwas seltsam und altmodisch an. Doch auch damals schon schien man eher Probleme zu haben mit dem progressiven Geist der Jugend. Ein Gemeindeabend in St. Johannis stand unter dem Motto „Ist die heutige Jugend anders geworden?“. Geklagt wurde über das „Halbstarkentum“.
Mit dabei von Anfang an war Rainer Grimm, der später als Diakon die Jugendarbeit an St. Johannis entscheidend prägen sollte. Mit ihm sind über mehr als zwei Jahrzehnte Jugendliche im Sommer nach Ameland in Holland gefahren. Keine Silberne Konfirmation an St. Johannis, bei der nicht begeistert von diesen Freizeiten in den umfunktionierten Kuhställen berichtet wird.
Daneben waren auch die Pastoren in beiden Pfarrbezirken in der Jugendarbeit aktiv, wobei hier primär die Begleitung der Konfirmandenarbeit, speziell der Konfirmandenfreizeiten im Vordergrund stand. Diese Arbeit gewann an Wichtigkeit, als vor wenigen Jahren Rainer Grimm als Diakon an St. Johannis „abgezogen“ wurde. Als Fortführung seiner offenen Jugendarbeit gründete sich der Kindertreff, dessen Angebot sich heute allerdings eher an Kinder als an Jugendliche richtet.
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